PRESSE
Fr. 21.04.06

Gnome, Wichtel und Gartenzwerge bevölkern Museum in Naichen

Naichen. Die neue Ausstellung ‚Familie der Zwerge’ in Hammerschmiede und Stockerhof Naichen bei Neuburg/Kammel vom 30. April bis 5. November 2006 ist ein Erlebnis für die ganze Familie: Spannend, manchmal auch augenzwinkend, wird die Geschichte der Zwerge in der Werbung, im Märchen, auf Ansichtskarten und hauptsächlich als Gartenzwerg präsentiert. Klein von Statur, mit freundlichem Gesichtsausdruck und weißem Rauschebart, so kennt man ihn, den Zwerg. Fleißig und pfiffig soll er sein, aber stets auch Gemütlichkeit und Behaglichkeit verkörpern. Ob gehasst - bisweilen auch ‚gemeuchelt’ - oder geliebt, überall tauchen Zwerge auf. Als „Putten des einfachen Mannes“ bezeichnet, sind die kleinen Gestalten besonders als Gartenzwerge ein Teil der Populärkultur geworden. Die Ausstellung vermittelt einen umfassenden Überblick über das Auftauchen der Zwerge, ihre Herstellung und Entstehung und damit quasi das Grundlagenwissen zum Wichtel. Gezeigt werden seltene Stücke aus der Sammlung von Jutta und Günter Griebel, Rot am See, und der Sammlung von Enid Gajek, Markt Lappersdorf. Um einen Eindruck vom Zwergenheim zu erhalten, kann man zunächst an der gedeckten Tafel der Sieben Zwerge in einer märchenhaften Inszenierung an Stelle von Schneewittchen Platz nehmen. Danach könnte ein Gang zur Verwandlungsecke folgen: Mit Mütze und Schürze, mit Bart und Schaufel steckt in jedem von uns ein Gartenzwerg. Zwerge ohne Ende? Vom ‚Vorgarten-Glück’, bekannt auch aus Nachbars Garten, führt der Rundgang über Politikerzwerge, Trendzwerge und Zwerge in der aktuellen Kunst bis zur Kommentarwand: Die Meinungen der Besucher zu den ‚fröhlichen Erdmännlein’ sind uns so wichtig, dass hierfür eigens ein Platz geschaffen ist. Bis heute konnte noch nicht abschließend geklärt werden, wann und wo die ersten Gartenzwerge aus Keramik entstanden. Ein Ursprung liegt im thüringischen Gräfenroda, wo in den 1880er Jahren „Terrakottafabrikanten“ mit der Serienfertigung der keramischen „Zipfelmützenträger“ begannen. Rätselhaft bleibt auch, woher diese Zwerge ihre typische Gestalt erhielten. Ein wichtiges Vorbild waren sicher die populären Märchenbuch-lllustrationen des 19. Jahrhunderts, die im Unterschied zu Hofgartenzwergen, Porzellanskulpturen und Grafiken des 18. Jahrhunderts keine realen Vorbilder in kleinwüchsigen Menschen besaßen.
Geöffnet: An Sonntagen 13.00-17.00 Uhr, für Gruppen auch nach Vereinbarung.
Jeden 2. Sonntag im Monat Programm zur Ausstellung:
Für Familien (14.00-16.00 Uhr). Für Kindergärten und Schulklassen eigenes Zwergenprogramm.

Ansprechpartnerin: Dr. Beate Spiegel
Schwäbisches Volkskundemuseum Oberschönenfeld
86459 Gessertshausen
Telefon:   (08238) 3001-12
Fax:        (08238) 3001-10
E-Mail:     museumsleitung@schwaebisches-volkskundemuseum.de
museumsleitung@schwaebisches-volkskundemuseum.de
http://www.schwabisches-volkskundemuseum.de/

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